Kosten der Unterkunft (KdU)


Ein Teil der Leistungen zum Lebensunterhalt besteht aus dem kommunalen Teil, den Kosten der Unterkunft.

Haben Sie einen Antrag auf Arbeitslosengeld II gestellt, so werden zu Beginn der Hilfe erst einmal die tatsächlichen Kosten für die Unterkunft und Heizung bei der Hilfegewährung berücksichtigt. Dies gilt nicht nur für Mietwohnungen, sondern im Wesentlichen auch für selbstgenutztes Eigentum. Auf Dauer ist jedoch nur die Übernahme angemessener Unterkunftskosten vorgesehen. In der Regel werden für längstens 6 Monate die nicht angemessenen Kosten berücksichtigt.

Bei der Prüfung, ob die tatsächlichen Kosten der Unterkunft als angemessen anzusehen sind, werden die individuellen Verhältnisse berücksichtigt. Als Grundlage für diese Prüfung werden folgende Daten für die Größe der Referenzwohnung herangezogen:

Größe der Wohnung

für eine Einzelperson bis zu 50 m²
für einen Haushalt mit 2 Familienmitgliedern bis zu 65 m²
für einen Haushalt mit 3 Familienmitgliedern bis zu 75 m²
für einen Haushalt mit 4 Familienmitgliedern bis zu 90 m²


Für jede weitere zum Haushalt zählende Person erhöht sich die angemessene Wohnfläche um max. 15 m². Abweichend hiervon kann eine Erhöhung der Wohnfläche um höchstens 15 m² bzw. um einen Raum angezeigt sein, wenn z.B. aufgrund von Behinderung oder Krankheit zusätzlicher Bedarf besteht.

Für das Jahr 2017 ergeben sich folgende Werte:



Wie Sie an den vorstehenden Daten erkennen können, wird nur in wenigen Fällen eine Kostensenkung gefordert werden. Für die betreffende Person bedeutet dies nicht unbedingt, dass ein Umzug ansteht, sondern es bleiben alle individuellen Möglichkeiten, wie z.B. die Untervermietung eines Raumes oder auch die Verhandlung mit dem Vermieter bzw. der Vermieterin über eine Anpassung der Miete.